Unreine Haut in den Zwanzigern // Never ending Puberty

Es endet nicht einfach mit dem Eintritt ins Erwachsenenalter, manchmal fängt es in höherem Semester sogar erst an. Pickel, Mitesser, Akne, unreine Haut.

Ich würde mich nach bald 15 Jahren in diesem Metier fast als Koryphäe bezeichnen. Ich hatte bereits schlimme Akne, weniger schlimme Akne, ein paar Pickel bis hin zu mittlerweile nur vereinzelten kleinen Hautunreinheiten.

 

Im Folgenden möchte ich einen Überblick darüber geben, was mir in all den Jahren im Kampf mit und gegen meine Haut geholfen hat. Das ganze ist sehr individuell, trotzdem kann vielleicht der ein oder andere etwas daraus mitnehmen.

 

Dieser Text legt lediglich meine persönliche Erfahrung dar und ersetzt keine ärztliche Prognose. Ich habe keinerlei medizinische Ausbildung und kann einen ärztlichen Rat nicht ersetzen.

 

Von Außen

Ich behaupte mal, die äußere Reinigung kann einen guten Anteil der äußeren Erscheinung beeinflussen. Je nachdem. Wer schwere Akne hat, der wird eventuell kaum einen unterschied sehen, ob mit oder ohne Cremes und Zeugs.Auch gibt es keine Wundermittel, wer unreine Haut hat, der muss schon ein bisschen mehr tun, als sich irgendetwas ins Gesicht zu klatschen. Dennoch:

 

  • Für blühende Pickel, die sich gerade drohen so richtig schön häuslich einzurichten, kann ich Benzoylperoxid empfehlen. Dies gibt es in unterschiedlicher Stärke als Salbe in der Apotheke zu kaufen. Das trocknet aus; über Nacht aufgetragen, sieht man definitiv einen Unterschied am nächsten Morgen
  • Alles, was Teebaumöl enthält, hat mir immer sehr gut geholfen
  • Heilerde. Trocknet ebenfalls aus
  • Eine milde Reinigung mit einem Waschgel oder Reinigungsschaum, eventuell ein Gesichtswasser und eine Feuchtigkeitscreme sollten zumindest Abends angewendet werden. Immer abschminken! Nichts zu Aggressives verwenden, nicht 5 mal am Tag peelen
  • Versuchen, sich nicht ins Gesicht zu fassen. Ich bekomme im Sommer tatsächlich immer einen Pickel an der Stelle, wo meine Sonnenbrille am Nasenrücken aufliegt. Ständige Reibung und Bakterien verteilen wirkt sich auf die Haut aus
  • Schwitzen und übermäßige Sonnenbestrahlung verursachen bei mir ebenfalls Unreinheiten. Keine Ahnung, was man dagegen tun kann, aber ich wollte es erwähnt haben

 

Von Innen

  • Hormone. Weibliche Pickelträger sollten im Hinterkopf behalten, dass je nach Zyklusphase vermehrt Unreinheiten auftauchen können. Da kann man eher weniger gegen machen, glaube ich
  • Zu viele männliche Hormone können wohl Auslöser für Akne sein. Dagegen kann die Pille helfen. Möchte ich nicht propagieren, da nicht gesund. Da es aber definitiv wirkt, will ich es gesagt haben
  • Roaccutan. Ich glaube das ist ein ziemliches Höllenzeug. Ich bin froh, dass ich es nie damit versuchen durfte. Bei sehr schwerer Akne aber eine Möglichkeit
  • Wasser trinken. Der Tipp nervt, aber es hilft.

 

Die Ernährung. Darüber könnt ich 5 Bücher schreiben, mache ich aber nicht. Ja, die Ernährung spielt eine sehr große Rolle:

  • Zucker. Ganz schlecht in großen Mengen. Ich würde es nicht übertreiben, aber Süßigkeiten und Fastfood bei Akne erstmal großzügig zu streichen, ist vielleicht eine gute Idee
  • Alkohol. Ich bekomme von jedem Glas Wein Pickel. Wenn du also gerne trinkst, könnte das ein Grund für deine schlechte Haut sein
  • Tierische Produkte. Enthalten Hormone, das kann eine Rolle spielen. Vor allem Milch lässt gerne die Pickel sprießen. Da würde ich einfach mal genauer drauf achten, ob das bei dir ein Faktor ist
  • Weißmehl. Kann auch ein Grund sein
  • Kaffee ebenso

 

Man kann durchdrehen bei dem Versuch, seine Ernährung der Haut gemäß zu optimieren. Die Menge macht das Gift. Wer sich übermäßig mit seiner Ernährung stresst, macht es auch nicht besser, aber ein bewusstes Konsumieren von Nahrung hilft. Insgesamt gesund, mehr von dem Guten, als von dem Bösen. Je nachdem wie unwohl man sich fühlt und wie schlecht es der Haut auch tatsächlich geht, sollte man Maßnahmen ergreifen.

 

Von ganz Innen

Achtung jetzt wird es zeitweise Esoterisch.

Wer wirklich Akne hat, sich kaum mehr aus dem Haus traut und unter seinem Aussehen leidet, der sollte auch mal tiefer in sich hineinschauen, um die eigentliche Ursache zu erforschen.

Stress, Unzufriedenheit, unglücklich Sein, Liebeskummer,… können tatsächlich eine Rolle spielen.

Du hast alles ausprobiert und dir hilft einfach nichts?

Dann frag dich doch mal, warum du Akne hast. Das mag ein wenig irre klingen, aber ich persönlich (und Menschen, die spirituell sind) glaube nicht daran, dass einen Krankheiten einfach so treffen, per Zufall, per Genetik, per was auch immer. Ich glaube, dass jede physische Krankheit seinen Ursprung im psychischen hat, Gedankenmuster, Überzeugungen, verdrängte Gefühle. Ich habe noch niemanden mit Akne getroffen, der von Grund auf zufrieden ist und immer ein tolles Leben hatte. Destruktive Überzeugungen sich selbst betreffend, mangelnder Selbstwert, Selbsthass, etc. können sich -meiner Meinung nach- in Akne manifestieren.

Was ist der eigentliche Grund dafür, dass deine Haut rebelliert. Wogegen rebellierst du innerlich? Was kocht in dir und findet keine andere Möglichkeit, als sich so Ausdruck zu verleihen? Was hast du einfach weggeschoben, ins Unterbewusstsein verdrängt, was lässt du nicht zu, was willst du nicht fühlen?

Versteckst du dich vor etwas? Hältst du dich klein? Hasst du dich selbst? Was denkst du über dich, über deine Person? Magst du dich? Wärst du gerne anders?

 

Geh um alles in der Welt zuerst zum Arzt, wenn du ein körperliches Problem hast. Es wird vielleicht keine passende Lösung beim ersten Anlauf gefunden, aber irgendwann findest du etwas, das dir hilft. Vielleicht hilft auch ein Heilpraktiker, ein Psychologe, deine Selbstrecherche. Man muss sich nicht zufrieden geben und vor sich hin leiden, es gibt immer Möglichkeiten.

 

 

 

5 Kommentare

  1. Ich finde es immer wieder toll, wie ich mich in deinen Beiträgen selbst erkenne. 😄 Vor allem der Punkt „von ganz Innen“ trifft es bei mir ins Schwarze. Ich habe mich auch die letzten 15 Jahre mit Akne rumgeschlagen und erkannte erst vor Kurzem, dass es lediglich als „Selbstschutz“ bzw. „Selbstsabotage“ diente. Gedanken wie „Ich bin doch nicht gut genug… Seh dir die anderen Mädchen an, die sind doch viel schöner..“ haben in der Zeit mein Leben bestimmt. Erst jetzt akzeptiere ich mich (und meine nun zum Glück nur noch vereinzelten Pickel 😂) so wie ich bin und merke, wie es mir selbst und meiner Haut von Tag zu Tag besser geht. Schon interessant wie sich immer wiederkehrende Gedanken – positive wie negative – auf den eigenen Körper auswirken können.

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  2. Auf die Idee, dass alles Reagieren unserer Körper uns vielleicht etwas sagen will, bist Du noch nie gekommen?
    Weder Benzoylperoxid- noch Ärztemangel ist die Ursache von Pickeln! Sondern die Haut ist ein Ausscheidungsorgan. Nur wer ‚Mist‘ einfüllt, muss auch Mist ausscheiden.
    In diesem Sinne:
    paradise your life! 😉

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