ThoughtCloud#2: Spießigkeit, Gossip…

P H O N E  D E A D  B Y  S U N R I S E

 

Heute morgen ist mir in der Hitze-Aufwach-Verwirrtheit mein Handy vom Nachttisch gefallen, auf den Display (der oder das Display?). Ich habe bereits eine eindrucksvolle Spiderapp von 2 Bodenbegegnungen in der U-bahn und auf Kopfsteinplaster vorzuweisen. Jetzt allerdings scheint der Display völlig hinüber, ruft wild irgendwelche Funktionen auf. Dabei war ich so stolz, mein Iphone bald über 4 Jahre zu besitzen.

Jetzt die Frage: Neues Display oder gleich neues Gerät, weil es wahrscheinlich eh nicht mehr allzu lange leben wird?

 


 

W E  L O V E  G O S S I P

 

Ich hatte tatsächlich keine Ahnung, dass es sowas gibt. Foren, optisch im Stil von 2009, die aber brandaktuell sind und genutzt werden, um über sämtliche Influencer auf Instagram und Youtube zu lästern. Jede Aussage wird auseinandergenommen, herumgedreht, bewertet, interpretiert. Das ganze Leben der jeweiligen Person wird sich zusammengesponnen. So weit, so abstoßend. Dennoch, es ist wie bei einem Unfall, man kann nicht wegsehen. Es unterhält. Und so saß ich tatsächlich nun schon einige Male vor dieser Seite und habe mir durchgelesen, was über bestimmte Blogger gesagt wird.

Und leider wird eben auch das ein oder andere ausformuliert, das man selbst zu gewissen Leuten im Kopf hat, weshalb es stellenweise einfach lustig und entertainend ist. Lästern hat definitiv Suchtpotential. Ungesund ist es auch.

 


 

 

W E R  I S T  D E R  S P I E S S I G S T E  I M  G A N Z E N  L A N D  ?

 

Ich fand es wirklich schön, mal wieder eine Woche Zeit in der Heimat zu verbringen. Lesen, viel lesen, auf dem Balkon sitzen, in den Feldern mit dem Hund herumspazieren. Essen, viel ungesundes Essen, nichts tun.

Und immer wieder frage ich mich hypothetisch: Könnte ich hier wieder leben? Könnte das nochmal, oder überhaupt mal, was für mich sein? Das Leben in der Kleinstadt, in der Provinz, ordentlich, grün, sauber, beschaulich?

Ich bin immer weniger ablehnend meiner Heimatstadt gegenüber und kann die Vorzüge eines Lebens auf dem Land auch mit den Jahren immer deutlicher erkennen. Was mich aber immer noch stört und wahrscheinlich immer gegen diese Gegend sprechen wird, ist die unübertreffliche Spießigkeit und Unflexibilität der Menschen. Man hat das Gefühl, in manchen Belangen ist die Zeit dort einfach stehen geblieben.

 

Ich darf mit meinem wirklich kleinen Hund in kein einziges Café in dieser Stadt. Die Hunde vor Ort haben eine richtige Macke, was eigentlich echt traurig ist. Alle völlig unsozialisiert, keiner darf mal an dem anderen schnuppern, geschweige denn mit ihm spielen. So sind die meisten Vierbeiner am hysterisch bellen oder werden aggressiv, wenn sie einen anderen Hund erspähen. Sie kennen es einfach nicht. Zum Leidwesen meines sehr sozialen, aufgeweckten Gesellen..

 

Das klingt vielleicht sehr spezifisch und für manch einen nichtig, lässt sich aber auf viel Anderes übertragen. Die Menschen sind zum Teil einfach unlocker. Das, was ich an Berlin so liebe, das etwas schräge, ungerade, flexible, unaufgeregte, was Andersartigkeit betrifft – das vermisse ich in meiner Heimatstadt immer noch.

 


 

 

 

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