ThoughtCloud#5: Versunken in Arbeit, Prüfungen, Enden

Versunken in Arbeit

Ich bin digital untergetaucht die letzten Tage, Wochen. Ich hab mich immer gefragt, ob man wirklich so viel zu tun haben kann, dass man nicht mehr auf Whatsapp-Nachrichten antwortet, zu keiner Aktion auf Instagram mehr fähig ist und in meinem Fall ebenfalls den Blog liegen lassen muss. Die Antwort ist JA.

Mit an die 70 Stunden Unterricht und Job und momentan noch Prüfungen, war ich tatsächlich nicht einfach zu faul, sondern nicht mehr in der Lage, irgendwo präsent zu sein. Gejammert hab ich schon viel darüber, müde bin ich jetzt.

Aber das Positive an der Sache ist, dass ich noch lebe, ziemlich gut sogar. Vor kurzem dachte ich noch, eine normale 40 Stunden Arbeitswoche, mit hier und da ein paar Überstunden, würde mich umbringen. Kann ich einfach nicht, sowas, soviel außer Haus sein, in der Gegend umherrennen.

Kann ich doch! Um 9 uhr morgens aus dem Haus, um Mitternacht zurück. Schlafen und von vorn. Ich bin sensibel, schnell erschöpft, überladen, überlastet. Aber wenn‘s sein muss, kann ich auch mal durchhalten. Das ist doch eine Erkenntnis wert.

Es tut definitiv nicht gut, und kann nicht gesund sein, nur zum Schlafen nach Hause zu kommen. Für mich ist zuhause sein wirklich wichtig. Mit Mann und Hund Zeit verbringen, aber auch alleine, in meinen Sachen herumwühlen, den Haushalt ordentlich halten, mit grünem Tee im Bett liegen, organisieren, Videos ansehen, Podcasts hören. Ich brauche das. Keinen einzigen Abend in der Woche vor dem zu-Bett-Gehen zuhause sein, laugt aus.

Prüfungen

Zudem habe ich gerade Prüfungen, die ersten an der Schauspielschule. In 7 Fächern zeigt man, was bisher gelernt wurde. Eher ein Zwischenstand als Bewertung, trotzdem aufregend. Das erste Mal vor der gesamten Lehrerschaft und allen Schülern singen, tanzen, spielen, …

Schlimm ist aber nur das Gefühl, nicht richtig vorbereitet zu sein, mehr Zeit zu brauchen. Ich bin beim Lernen eigentlich ein Einzelgänger, verlasse mich am liebsten auf mich selbst. Nun geht das bei einer Gruppenperformance natürlich nicht, das Gesamt muss stimmen.

Letztendlich kam das am besten an, das mir zu zeigen am unangenehmsten war. Cool.

Enden

Enden sind besser als ihr Ruf. Mit dem Wehmut kommt doch auch immer sogleich die Erleichterung, man ist etwas los. Es gibt neuen Raum, den man füllen kann. Ende bringt Anfang. Wenn man loslässt, loslassen kann. Ich versuch mich nicht zu lange aufzuhängen, wer oder was nicht will, das hat schon. Ich wende mich lieber gleich dem winkenden Anfang zu, der schon in der Tür steht, total bereit.

4 Kommentare

  1. Du klingst bei all dem Stress optimistisch. Dafür hast Du meinen aufrichtigen Respekt. Denn ich denke Dich durch Deine Zeilenzwischenräume hier 😉 inzwischen so weit zu kennen, dass ich weiß, dass Du eine junge Frau bist, die die Dinge und die Menschen nicht einfach leicht oder gar gleichgültig nimmt.

    Ich wünsche Dir alles Gute und ganz viel Erfolg für Deine noch ausstehenden Prüfungen und dann eine Zeit, die Dir wieder mehr Freiraum lässt, für all die Dinge, die Du gern und für Dich tun möchtest.

    Viele liebe Sonntagsgrüße an Dich, liebe Arunika!

    Gefällt 1 Person

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