Ende Januar und die Vorsätze

Was Ende Januar aus den Vorsätzen geworden ist

Falls du deine Neujahrsvorsätze bereits über Bord geworfen hast, ist jetzt der richtige Augenblick, einen Schluck Schnaps zu kippen, ein großes Netz zu nehmen und sie wieder einzufangen. Wenn du noch keine hast, ist es auch noch nicht zu spät, dir welche zu überlegen, das verdammte Jahr ist noch mehr als 11 Monate lang.

Ich habe mich hingesetzt, um mich nochmal mit meinen Vorsätzen für das Jahr auseinanderzusetzen. Wie ich schon mal geschrieben habe, liebe ich Neujahrsvorsätze und den Enthusiasmus, den ein neues Jahr für mich persönlich bringt.

Meist ist jetzt, Ende Januar, der Zeitpunkt, an dem man merkt, dass man rein gar nichts von seinen Vorsätzen umsetzt und es auch nicht mehr tun wird. Das ist total schade und muss nicht sein, wie wär’s stattdessen damit, die gemachten Vorsätze nochmal zu überdenken, zu modifizieren und anzupassen? Manches erledigt sich, wird obsolet, etwas Neues rückt in den Fokus. Eigentlich kann man das jeden Monat tun, checken, wo man gerade steht, wo man hin will und wie man das hinbekommt.

Ich habe hauptsächlich 5 Vorsätze, aus den Bereichen Beziehungen, Finanzen & Job, Sport & Gesundheit und Persönliches. Ich werde nicht alle hier nennen, aber trotzdem erzählen, wie ich weiter mit ihnen verfahre.

Vorsätze abhaken

2 Dinge haben sich quasi direkt am 1.01. geändert und vereinfacht. Mit meinem neuen Job hat sich mein Vorsatz, besser finanziell dazustehen und derjenige, mehr Zeit mit meinem Hund zu verbringen, umgesetzt. Ich verdiene besser und arbeite zwar gleich viel oder mehr, aber besser verteilt. Ich bin nicht mehr jeden Tag 14 Stunden plus außer Haus und habe ein Wochenende, an dem ich zwar arbeite, das aber weitestgehend von zu Hause aus. Somit haben sich diese Vorsätze schon mehr oder weniger erledigt. Natürlich muss ich das aufrecht erhalten und fortführen, aber nicht mehr wirklich aktiv Veränderung anstreben

Vorsätze konkretisieren

Yoga machen, beruflich vorankommen und ein weiterer Vorsatz im persönlichen Bereich sind  noch auf der List. Ich habe allerdings gemerkt, dass ich diese Vorhaben so unkonkret aufgeschrieben habe, dass ich eigentlich nie sehen kann, ob ich sie jetzt erreicht habe oder nicht. Also habe ich meine Vorsätze genauer definiert. Wann würde ich gerne wie oft was machen. Keine utopischen Zahlen, aber eine Orientierung, die sich eher messen lässt. So weiß ich, wo es lang geht und habe nicht dieses diffuse, ungute Gefühl, immer mehr machen zu müssen.

Vorsätze streichen

Da ich mir meine Vorsätze gut überlegt und auf das reduziert habe, was mir wirklich wichtig ist, habe ich keine überflüssigen oder halbherzigen Vorsätze aufzuweisen. Ich würde diese aber aufjedenfall einfach streichen, wenn ich solche bemerken würde. Ich finde es super ätzend, eine List mit 30 Zielen zu haben, von denen ich mindestens die Hälfte gar nicht richtig fühle und die ich sowieso nicht umsetzen werde, weil sie mir eigentlich egal sind. Lieber auf das Wesentliche konzentrieren.


Vielleicht wird es am Ende trotzdem nichts oder eben nicht so, wie ich mir das vorstelle, dann ist das so. Ich will mich gar nicht unter Druck setzen, ich möchte einfach nur nicht planlos in den luftleeren Raum hineinleben und meine Zeit ungenutzt an mir vorbeistreichen sehen. Ich habe definitiv ein Problem mit Druck, mit Optimierung, mit mich selbst stressen. Vielleicht auch weil ich das so viele Jahre überhaupt nicht gemacht habe und ich das jetzt irgendwie aufholen möchte. Aber gar keine Richtung zu haben, finde ich irgendwie leer und sinnlos. Klar, man hat genug Strukturen, die einen durch das Jahr schieben, die einen beschäftigen, es wird nicht passieren, dass man aufeinmal 3 Monate im Bett lag und nichts gemacht hat. Kann man sich für gewöhnlich gar nicht leisten. Aber nur das mindestmaß abzuarbeiten, da finde ich, bleibt man persönlich auf der Strecke. Als Mensch, der vom Wachstum lebt. Mir ist es extrem wichtig, zu wachsen, und das auch aktiv voranzutreiben. Es soll echt sein, es soll sich echt anfühlen, aber es muss weitergehen, auch wenn man es von außen gar nicht sehen kann. Ich will nicht, dass ein Jahr bedeutungslos an mir vorbeirauscht, oder dass es sich seine Bedeutung selbst gibt, dass ich nur geschehen lasse. Auch, das kann auch schön sein und viel Neues bringen. Aber ich will vordergründig meinem Leben meinen Stempel aufdrücken.

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