Die 6 schlimmsten Orte in Berlin

Berlin-schlimm

Meine Top 6 schlimmsten Orte im Berliner Ring. Nicht zu ernst nehmen, bitte. Oder vielleicht doch.

Kotti

Das wunderbare Kottbusser Tor in Kreuzberg. Mein Gott, wie sehr ich es hasse, mich dort aufzuhalten, der ganze Kottbusser Damm mit inbegriffen. Kinder bewerfen sich gegenseitig mit Plastikflaschen (und einen selbst zwangsläufig auch, wenn man an ihnen vorbei will), es stinkt, es ist unglaublich laut und überfüllt, der Dreck steht, man wird beim Überqueren der Straßen rund um den Kreisverkehr garantiert mindestens einmal fast überfahren. Es ist heruntergekommen und das Schlimmste daran ist, dass das alle ganz toll und urban finden.

Ku’Damm

Schlimm eher in eine andere Richtung gehend. Wenn man kann, sollte man den Ku’Damm als feinfühliger Mensch unbedingt meiden. Und eigentlich kann man das, außer man hat wahsinnig wichtige Termine vor Ort oder muss unbedingt 24 neue Kleidungsstücke erwerben. Touristen schwimmen den Damm entlang und reißen alles mit, was nicht angenagelt ist. Am Samstag ist Prime Time.

Leopoldplatz

Finde ich persönlich auch ganz grauenhaft, Kotti-Style, mehr muss man da nicht sagen.

East Side Mall

Die neue Mall an der Warschauer Straße in Friedrichshain. Finde ich schon deshalb schlimm (ohne bisher dort gewesen zu sein), weil kein Mensch eine weitere nutzlose Shopping Mall in Berlin braucht. Kein. Mensch. War nicht die Mall of Berlin schon ein Flop? Na, dann setzen wir doch noch so ein Ei ins Nest, vielleicht schmeckt das ja besser. Mir wurde berichtet, dass das Laden-Niveau sich hauptsächlich auf der Skala „Ramsch“ bewegt. Meine Informationsquelle berichtete mir außerdem, dass ein schwertrunkener Mann im REWE in der East Side Mall unter Beobachtung des Personals mehrere Tüten Vogelfutter entwenden konnte, ohne aufgehalten zu werden. Happy Shopping, würde ich sagen.

Alexanderplatz

Ich persönlich liebe ja den Alexanderplatz und nein, das widerspricht sich nicht. Touristen bleiben im S- und U-Bahnhof alle 2 Meter stehen und wissen nicht, in welche Richtung sie eigentlich wollen, jeder hat es wahnsinnig eilig und will schnell, schnell umsteigen, es stinkt nach Urin, immer, und auf dem Alex findet meist irgend ein billiger Abklatsch eines großen Volksfest statt, das auch noch ernsthaft von Leuten besucht wird. Herrlich.

Warschauer Straße

Bei mir auch ganz vorne mit dabei: Die Warschauer Straße. Ich freue mich jedes Mal, wenn ich das Vergnügen habe, hier umsteigen zu dürfen. Nicht. Die Menschenmassen schieben sich – wie Zahnpasta aus der Tube heraus – zwischen S-Bahn und U-Bahn hin und her, wer aus der Pasta ausschert, ist verloren. Vor der U-Bahn wird man bei viel Glück mit undefinierbarer Straßenmusik beglückt, und es wartet irgendwo auf dem Weg garantiert eine riesige Wasserpfütze auf einen, in die man reingleiten und sich die Hose versauen kann.

2 Kommentare

  1. Geschmäcker sind zum Glück da ganz verschieden. Als erfahrener Berlin-Tourist kann sagen, dass ich mit der List schon identifizieren kann. Allerdings hat Berlin in den letzten Jahren einiges an Facetten hinzugewonnen, die die Stadt durchaus liebenswerter für mich gemacht haben. In den Neunzigern war die ganze Stadt gefühlt grau und unansehnlich. Aber das ist ja auch subjektiv! Andere werden sagen, das das die wilde Zeit war, als alles möglich war. Wie man es dreht und wendet: Solche Großstädte haben immer ihre zahlreichen Projektionsflächen, in denen sich jeder gerne spiegeln darf….

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