Mein schlechter Freund der Perfektionismus

Bei mir selbst lasse ich so halb nicht gerne gelten. Nicht, dass ich mit allen Posts immer zufrieden wäre , meistens bin ich das nicht. Meistens formuliere ich im Kopf lediglich eine Weile hin und her und bringe dann das zu Papier, was gerade da ist. Aber mich erstmal zu überwinden, anzufangen, auch wenn vielleicht nichts Nobelpreisverdächtiges dabei rauskommt, das fällt mir sehr schwer.Die gedankliche Hemmschwelle ist hoch.

Öfter mal ausrasten // Free yourself

In letzter Zeit übe ich mich im nein Sagen und es wird immer besser. Doch nicht nur das, ich traue mich auch immer mehr, mal unverschämt zu sein. Mal ein bisschen zu pöbeln und auszurasten. Das mag für manch einen eher negativ erscheinen, ich finde es aber super und mir hilft es. Es tut gut, manchmal einfach seinen Ärger zu äußern, genau so, wie er gerade in einem herumwandert, vor allem wenn man dazu neigt, immer alles in sich rein zu fressen.

Ich mache…nichts // Über Hoch- und Tiefstapler

Wenn mich jemand fragt, was ich (beruflich) mache, sage ich entweder „gerade nichts so richtig“, „studieren“, oder „mich orientieren“, oder Ähnliches. Genau genommen stimmt das alles nicht. Ich mache nicht nichts, studieren tue ich definitiv auch nicht und orientiert habe ich mich bereits.
Mir fällt es jedoch schwer, genau zu sagen, was ich denn mache. Was ist mit der Frage „Was machst du so?“ überhaupt gemeint? Womit ich mein Geld verdiene? Was meine Pläne sind? Worauf ich hinarbeite? Was meine Leidenschaften sind, die (noch) kein Geld einbringen?

Yes, I can, want to and will! // Warum ich nicht ‚nein‘ sagen kann

Nein, will ich nicht! Ich muss noch Wäsche waschen (bunt und hell!), den stinkenden Biomüll entsorgen, einkaufen, einen Text schreiben, staubsaugen und das Bad putzen (Meine elektrische Zahnbürste hinterlässt überall, wo ich sie hinstelle, weiße, antrocknende Zahnpasta-Rückstände, die sich rasend schnell vermehren).

„Ja, klar“, sage ich. Ich denke laut und deutlich „NEIN!“ und sage gequält lächelnd, nuschelnd „ja“.

Tagebuch der Depression // 21.10-13.11.2016

Ich hätte mir am liebsten die Haare vom Kopf gerissen. Dieser Druck, dieser innere Druck, der mich anschreit, der mir immer und immer wieder sagt, dass ich versagt habe, dass ich immer versagen werde, dass ich einfach nicht genug bin. Gerne würde ich zurückschreien, würde sagen, dass das nicht stimmt, dass ich weiß, dass es nicht stimmt. Aber ich bin müde und matt, kann mich höchstens wegdrehen. Nicht weit genug jedoch.
Ich hab‘ die Hölle in meinem Kopf.