Warum ich nicht mehr feiern gehe // Partyanimal gone

Ich komme mit in die Bar, ins Restaurant, zum Vorglühen. Verziehe mich aber höchstwahrscheinlich vor 0 uhr und fahre nach hause.
Warum gehst du nicht mit feiern?
Das höre ich oft. Verständlich, denn früher war ich das komplette Gegenteil. Seit ich 16 war und in den ein oder anderen Club rein durfte, konnte ich das Wochenende kaum erwarten. Endlich wieder Party! Trinken, tanzen, Spaß, Boys kennenlernen, sich was ausgeben lassen, losgelöst sein. Dafür habe ich mehr oder weniger gelebt. Gute 5 Jahre war das mein Ding.

Blogger vs. Influencer // Was macht einen Blogger aus?

Für viele scheint es ein und dasselbe zu sein: Blogger und Influencer. Man postet Zeug auf Instagram, macht Hauls und wird für Kooperationen bezahlt. Eine Gattung, 2 Begriffe dafür.
Ich finde, es sind zwei ziemlich unterschiedliche Dinge. Natürlich geht das eine in das andere über bzw. haben beide Tätigkeiten Überschneidungen. Aber…

Trotzdem ist ein Influencer kein Blogger.

Nicht Instagram ist das Problem, du bist es // Social Media Bashing

…Als die Kinder noch draußen gespielt haben, als man noch in der Erde gebuddelt hat, anstatt Filter über Filter auf das neuste Selfie zu legen. Hach.
Als noch die inneren Werte mehr gezählt haben, als eine frisch operierte Nase auf Instagram, als wir mal zum Buch statt zum Handy gegriffen haben, als diese ganze Oberflächlichkeit noch nicht so vorherrschend war. Instagram macht die Menschheit doch krank!

Warum ich fast mein Studium im letzten Semester abgebrochen hätte

Ich hatte immer eine 1 in den Klausuren und fand die Inhalte spannend. Geschrieben habe ich auch schon immer ganz gut und gerne, also stand für mich nach sämtlichen welcher-Job-passt-zu-mir-Tests fest, dass ich Journalisten werden wollte. Oder sowas in der Art. Auf jeden Fall erstmal ein Politikwissenschaftsstudium.

Tinderella to be // Versalzener Kuchen

„Ich glaube langfristig wird das ein Problem“, sagt er, lächelt schief. „Ich bleibe gerne lange wach, bis in die späte Nacht, und ich kann nicht ohne Fernseher einschlafen“.
Also liege ich noch länger wach, versuche, den Fernseher zu ignorieren, das fehlende Teil zu ignorieren.
An so vielen Stellen knarrt und zieht es, will sich nicht richtig zusammenfügen. Doch ich will es nicht sehen, will es wieder und wieder einfach wegwischen, übergehen, will die roten Flaggen abfackeln, bis sie unübersehbar werden, bis wir beiden nicht mehr so tun können als wäre da kein riesiger Riss zwischen uns, ein Krater, über den es keiner von uns beiden wagt hinüberzuspringen.

Ich mache…nichts Part 2 // Erwartungen und Selbstwahrnehmung

Ratschläge, empörte Ausrufe, Bedenken und Ähnliches bekommt man zu Hauf präsentiert, wenn man sich als „nichts-tuend“ outet (wobei nichts tun nicht wirklich nichts tun bedeutet). Es scheint die Mehrheit unglaublich zu provozieren, wenn man zeitweise in keinem festen Angestelltenverhältnis ist oder sonst irgendetwas objektiv Produktives tut. Eben richtig Arbeitet, wie es auf dem Papier steht. Nicht nur scheint man als faul und arbeitsunwillig angesehen zu werden, der Wert an sich, den man als Mensch hat, scheint unweigerlich zu sinken. Gen obdachloser Alkoholiker.

Ich mache…nichts // Über Hoch- und Tiefstapler

Wenn mich jemand fragt, was ich (beruflich) mache, sage ich entweder „gerade nichts so richtig“, „studieren“, oder „mich orientieren“, oder Ähnliches. Genau genommen stimmt das alles nicht. Ich mache nicht nichts, studieren tue ich definitiv auch nicht und orientiert habe ich mich bereits.
Mir fällt es jedoch schwer, genau zu sagen, was ich denn mache. Was ist mit der Frage „Was machst du so?“ überhaupt gemeint? Womit ich mein Geld verdiene? Was meine Pläne sind? Worauf ich hinarbeite? Was meine Leidenschaften sind, die (noch) kein Geld einbringen?

Sydney // Traveldiary

Sydneys Vibe hat mir unglaublich gut gefallen. Die Leute wirken entspannt, sind laut und lachen, jeder scheint freundlich zu sein, hilfsbereit und offen. Die kleinen Dinge machen es aus, das Verständnis der Menschen darüber, wie man zusammenlebt – überall Wlan und kostenfreie, saubere Toiletten z.B. Wenn der Bus voll war, mussten wir nicht bezahlen, an der Fähre kann man auch ohne Ticket mal schnell noch dazuspringen.

Tinderella to be // Tinder im Feldexperiment

Es ist Januar 2016. Ich sitze in einem netten Café in Prenzlauer Berg und warte auf mein Date, nennen wir ihn Bernd. Ich hasse es, nicht zu wissen auf wen man wartet, denjenigen gar nicht erkennen zu können, weil ich nur ein, zwei Fotos gesehen habe. Es macht mich nervös und unsicher. Ich schaue also ständig abwechselnd zur Tür und auf mein Handy.