Enthusiasmus für's neue Jahr ist total angebracht

Enthusiasmus bitte!

Ganz ehrlich, ich war jedes Mal enttäuscht, wenn jemand die letzten Tage im Gespräch zugegeben hat, keine Vorsätze für’s neue Jahr zu haben. Auch die ganzen Instagram-Posting find ich doof, die stolz postulieren, dass man kein bestimmtes Datum für Vorsätze, dass man gar die Vorsätze selbst nicht braucht, dass jeder alles so weiter machen kann und soll, wie bisher, bitte keine Veränderung, bitte kein an sich arbeiten.

Stunde um Stunde

Zeit, die nicht vergeht, ist die reinste Folter. Wenn Sekunden extra langsam voranschreiten, zäh, hämisch. Ein Blick auf die Uhrzeit, nachrechnen, wie lange noch? Die Luft, die Sicht, der Kopf alles leer, alles schreit nach Inhalt. Ich sehe, wie sich nichts tut und warte, dass irgendwas passiert, es vorangeht. Ich will einfach nur nach Hause, […]

Reisen macht mich fertig

Ich schwelge in Gedanken, überlege, ob ich bequem geworden bin oder der Vorgang an sich faktisch wirklich anstrengender.Die Mühe war es mir immer Wert. Mit 20 war ich das erste Mal alleine unterwegs. 8 Stunden nach New York. Dann 10 Stunden nach Kapstadt, 12 nach Brasilien, Mexiko, Miami, schließlich Australien dieses Jahr. 35 Stunden nach Australien. Horror.

Zu viel Auswahl // Gedankenwollmaus#1

Die große Orientierungslosigkeit der Quarterlife Crisis rührt zum Teil vom Überfluss an Möglichkeiten. Wie soll man sich auch für etwas entscheiden, festlegen, wenn es keinerlei Begrenzung gibt? Früher hat man eben den Beruf ausgeübt, den die Eltern hatten, bzw. wofür es Ausbildungsstätten und Bedarf in der eigenen Stadt gab. Heute kannst du überall hinziehen, ja fast überall in der Welt, jede Art von Beruf ausüben. Oder etwas machen, das sich gar nicht als Beruf einstufen lässt.